Den Umgang mit Stäbchen sind Chinesen ja gewöhnt, doch mit so langen Stäben einen Stocherkahn zu steuern wie beim Stocherkahnfahren auf dem Neckar in Tübingen, stellte die 20 Austauschschüler von unserer Partnerschule aus Beijing und ihre beiden Begleitlehrer, die uns vom 14. bis 22. Juli besuchten, vor ungeahnte Herausforderungen. Aber auch sonst war Vieles neu für sie, vom ungewohnten deutschen Essen angefangen bis hin zu dem aus ihrer Sicht sehr lockeren deutschen Schultag. Besonders genossen haben sie das viele Grün überall und die schönen alten Fachwerkhäuser in Esslingen, Tübingen und Heidelberg, wohin sie ihre Ausflüge führten. Wie traditionelles Leben in Deutschland einst aussah, bekamen sie bei einem Ausflug ins Freilichtmuseum Beuren vermittelt. Als Kontrastprogramm stand am folgenden Tag dafür ein Besuch im Mercedesmuseum an. Neben all den Besichtigungen kam aber auch der Spaß nicht zu kurz, sei es bei gemeinsamen einüben von Modern Dance unter Anleitung von Darja Gorbatchev (K1), beim Klettern auf der Waldau oder beim Shoppen in Stuttgart. Bei herrlichstem Sommerwetter ließen die chinesischen SchülerInnen zusammen mit ihren deutschen Austauschfamilien den Besuch am Sonntagabend mit einem Barbecue im Schulhof ausklingen. Höhepunkt der Farewellparty war die gemeinsame Tanz- und Percussionaufführung, an der alle Austauschpartner teilnahmen, sowie die Pekingoperaufführung von Lehrer Xia Yifan, der in seiner Freizeit als Schauspieler an Pekingopern mitwirkt. Unser Dank gilt Musiklehrerin Claudia Kastl, die den Schüleraustausch organisiert hat, unseren chinesischen Lehrerinnen Dongmei Li, Xiangyan Niu, Yun Wernz und Ying Zhang, die die Austauschgruppe mit betreut haben. Herzlichen Dank auch an Musikkollege Kiefer und Darja Gorbatchev (K1), die die Tanz- und Percussionaufführungen mit den SchülerInnen eingeübt haben. Außerdem bedanken wir uns bei unserem Bildungspartnerunternehmen Pilz, das den Austausch finanziell unterstützt und somit überhaupt möglich macht.

Mit sehr viel Engagement führten alle Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen zusammen mit dem Schulorchester in der letzten Schulwoche das Musical „Der König der Dunkelheit“ noch zweimal vor großem Publikum auf. Trotz der widrigen Bedingungen wegen der anhaltenden hohen Temperaturen war allen Kindern die Freude anzusehen, mit der sie tollen Songs auf der Bühne darboten oder als Orchester die schaurige Stimmung einer nächtlichen Friedhofsparty, zu der der König der Dunkelheit geladen hat, mit passenden Melodien untermalten.
Das Stück handelt von einer Gruppe von Teenagern, die sich vom König der Dunkelheit in seinen Bann schlagen lassen. Das Mädchen Irmingard, grandios gespielt von Janina Engels (5e), ist vom König der Dunkelheit auserwählt, um sein Werk zu vollenden. Sie fordert die Jungen und Mädchen heraus, nachts auf den Friedhof zu kommen, um bei einer Party der unheimlichen Begegnung mit dem König der Dunkelheit beizuwohnen. Dabei schließt sie mit diabolischem Blick Johannes und Susi von der Teilnahme aus. Als Susi doch erscheint, wird ihr die Schuld daran gegeben, dass sich der König nicht zeigt und Irmingard greift zusammen mit ihren „Fans“ Susi an. Am nächsten Tag ist Susi verschwunden. Ihre Freundinnen machen sich auf die Suche, retten Susi aus der Gefangenschaft und schmieden Rachepläne. Doch dann beschließen sie dem Teufelskreis der Gewalt ein Ende zu machen und schließen Frieden miteinander.
Musiklehrer Wolfgang Wiest, der das Musical selbst komponiert und geschrieben hat, ist es wieder einmal gelungen, aktuelle Themen wie Ausgrenzung, Cliquenbildung und fehlende Zivilcourage gekonnt ins Licht zu rücken und Wege zu einem guten Miteinander zu zeigen. Ein großer Dank gilt ihm sowie Musikreferendar Kiefer und den KollegInnen Claudia Kastl und Dagmar Brenner für die große Leistung über 150 Kinder durch anstrengende Proben zu begleiten. Das Publikum belohnte sie alle am Ende mit großem Applaus für die sehr gelungenen Aufführungen.

Um für alle Abiturienten während der mündlichen Prüfungen eine ruhige Prüfungsatmosphäre zu generieren, fand am 4. Juli ein Sporttag am HHG statt. Unter dem Motto „Games for children“ wurden den SchülerInnen der Klasse 5-9 von einem Basketballturnier bis hin zu einem Baseballturnier viele verschiedene Spielsportarten angeboten. Innerhalb der Klasse wurden Teams gebildet, die an den jeweiligen Turnieren antraten. Der Rest der Klasse feuerte die Teams auf unterschiedlichste Weisen an. So gab es beispielsweise auch Cheerleader mit einer eigens kreierten Choreographie. Insgesamt bot der Sporttag eine Möglichkeit, um gemeinsam um die Wette zu kämpfen aber auch um den Gruppenzusammenhalt der Klasse zu fördern.
Ein Dankeschön an die Fachschaft Sport und alle KollegenInnen für die Organisation und den reibungslosen Ablauf.

(Cornelia Gross)

Wir wünschen der ganzen HHG-Familie schöne und erholsame Sommerferien!
Informationen zum Schuljahresstart gibt es in der vorletzten Ferienwoche auf der Homepage.

Unter dem Motto "Ukulelen für Uganda" hat Constanza Vera-Fluixa (K1) zusammen mit dem Orchester des HHG unter Leitung von Claudia Kastl ein Benefizkonzert für die St. Joseph’s Secondary School in Uganda, der Partnerschule des HHG, veranstaltet. Constanza, welche Preisträgerin eines internationalen Wettbewerbs für selbst komponierte und vorgetragene Songs in Mannheim geworden ist, hat am 5. Juni abends im Theater an der Halle gezeigt, welch großes musikalisches Talent sie hat. Sie begleitet ihre Lieder selbst auf einer Ukulele, einem kleinen gitarrenähnlichen Instrument, das sie perfekt beherrscht und sehr effektvoll einzusetzen weiß. Das Publikum war begeistert von ihren Songs wie Awkward Silence und vielen weiteren Liedern. Tatkräftige Unterstützung leisteten ihre Schulkameradinnen und Schulkameraden des HHG-Orchesters, welches ein anspruchsvolles Programm von Beethoven bis Holst vortrug. Mit ihrem Preisgeld vom Songwettbewerb und den Einnahmen aus dem Benefizkonzert veranstaltet Constanza an der Partnerschule St. Joseph einen Ukulele-Workshop. Sie reist dazu mit einigen Mitschülerinnen nach Uganda. Die nötigen Instrumente bringt sie mit. In einem Filmbeitrag, der den Zuhörern die Entstehung des Projektes erklären sollte, wurde deutlich, wie wenig die Menschen hier in Deutschland über Uganda wissen. Umso schöner ist es, wenn junge Menschen persönliche Beziehungen zu Gleichaltrigen in einem afrikanischen Land knüpfen und auch noch die Mittel dafür zur Verfügung stellen! Und das beste Medium für solch eine Begegnung ist doch Musik.

(Wolfgang Wiest)

Ein Fahrzeug, das autonom fahren, mit anderen Fahrzeugen kommunizieren, sich selbst aufbocken und andere mittels Außendisplay vor Gefahren warnen kann: Die Zukunft? Nein: Realität, und zwar made by Schülern des HHG! Die Nachwuchsingenieure der Schüler-Ingenieur-Akademie, kurz SIA, zu denen in diesem Schuljahr auch ein Kooperationsteam des Ludwig-Uhland-Gymnasiums Kirchheim, des Schlossgymnasiums Kirchheim sowie des HHG zählte, hatten ein Jahr Zeit, das Pflichtenheft der Hochschule Göppingen zu erfüllen. Jeden Freitag trafen sich SchülerInnen der Kursstufe 1, die die SIA als Seminarkurs anrechnen können, dazu in Kirchheim, um als Ingenieurbüro die an sie gestellten Probleme zu lösen. Selbstorganisation und Teamwork standen dabei als Schlüsselqualifikationen im Vordergrund, da sich das 12-köpfige Team in verschiedene Untergruppen wie Elektroniker, Programmierer oder Mechaniker unterteilte, alle aber gleichzeitig das gleiche Ziel im Blick haben mussten. Im Laufe des Jahres gab es mehrere Meilensteine zu überwinden, um den Professoren Lösungsstrategien zu präsentieren und den aktuellen Stand darzustellen. Am Freitag, den 5. Juli, war es dann soweit: In einer Abschlusspräsentation sollten die Ergebnisse den Hochschulvertretern, Lehrern, Eltern sowie der Presse vorgestellt werden. Noch am Tag zuvor wurde bis in die späten Abendstunden hinein gearbeitet und das Resultat konnte sich sehen lassen: Die „Warnbake“, eine in alle Richtungen elektronisch drehbare Anzeigetafel aus dem 3D-Drucker, konnte allerhand vorprogrammierte Warnsignale ausgeben. Die „Aufbockeinrichtung“ ließ das zweite Fahrzeug automatisiert auf- und abfahren. Beide Autos fuhren per selbstprogrammierter App auch im „Wackel- und Torkelgang“. Lediglich die Car-to-Car-Kommunikation sowie die eigentlich fertig programmierten Fahrfunktionen funktionierten nicht so, wie es sich das Team erhofft hatte. Publikum, Hochschulbetreuer sowie betreuende Lehrkräfte waren aber begeistert von den Ergebnissen der Nachwuchsingenieure und belohnten sie mit lang anhaltendem Applaus.
Auch im kommenden Schuljahr schickt das HHG gemeinsam mit den Kirchheimer Kooperationsschulen ein SIA-Team an den Start. Ein herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit geht sowohl an die beiden Schulen als auch an die Kirchheimer Kooperationsfirmen AMK und Keller, die die SIA jedes Jahr mit reichlich Know-How und Material unterstützt.