Am 11. Februar war es wieder so weit: Die Heine Hilft AG begab sich auf die Mission, einen weiteren Social Day anzugehen. Getreu dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ trafen sich die Schülerinnen der AG mit Herrn Braun und Herrn Verdong um 7.05 Uhr, um sich von Ostfildern auf den Weg zu den beiden Außenposten der Schwäbischen Tafel Stuttgart e. V. zu machen. Die Schwäbische Tafel Stuttgart e. V. zählt zu den größten Vereinen ihrer Art und hilft allein an ihrem Hauptstandort Stuttgart ca. 700 Kund:innen pro Tag! Da die AG bereits seit letztem Jahr ein stolzer Partner der Organisation ist und diese auch im Spendenkalender vorgestellt wird, ist den Schülerinnen dieser jährliche Ausflug ein besonderes Anliegen. Die Gruppe teilte sich wie im Vorjahr anschließend auf, um die Filialen in Stuttgart-Möhringen und Stuttgart-Stadtmitte zu unterstützen.
In der Hauptfiliale angekommen, wurden die Helferinnen herzlich begrüßt und von der Leiterin Hanna herumgeführt sowie über die aktuelle Lage der Tafel informiert. Zum Beispiel erfuhren sie, dass es bis 2024 ca. 40 Personen gab, die einen sogenannten „Ein-Euro-Job“ bei der Tafel ausführten, um wieder ins Alltagsleben einzusteigen. Doch die Gelder für dieses Programm wurden von der Stadt gekürzt, und mittlerweile sind es nur noch 10 Personen, die eine solche Stelle erhalten haben. Der Rest der Helfer, der unter anderem Logistiker, Fahrer und Verkaufskräfte umfasst, arbeitet ehrenamtlich oder aufgrund von gerichtlich angeordneten Sozialstunden. Sie alle sorgen dafür, dass Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, Lebensmittel bekommen, die von den Supermärkten nicht mehr verkauft werden können, aber trotzdem noch gut sind und bei der Tafel eine zweite Chance erhalten.
Dann stürzte sich auch die Heine-Hilft-AG ins Getümmel und packte fleißig Backwaren ein, die in riesigen Mengen von Stuttgarter Bäckereien ankamen. Fleißig halfen sie beim Einpacken, beim Einräumen des Ladens, beim Stapeln von Waren, beim Beladen von Lastwagen und beim Aushelfen vorne im Laden. Obwohl es ein verhältnismäßig ruhiger Tag bei der Tafel war, waren die Schülerinnen erstaunt, welche riesigen Mengen an Lebensmitteln dort eine zweite Chance bekamen. In den Pausen führten die Schülerinnen interessiert Gespräche und nutzten vor allem die Chance, den Menschen zuzuhören und eine andere Perspektive direkt und unverfälscht zu erhalten. „Alles, was ihr hier sehen könnt, würde ansonsten im Müll landen“, so die Aussage der langjährigen Helferin Nathalie in einem dieser Gespräche.
Nach getaner Arbeit ging es in die wohlverdiente Pause, die die Heine Hilft nutze, um sich mit einem weiteren Partner des Spendenkalenders zu treffen: Stelp e.V. – die international tätige Hilfsorganisation, die sich insbesondere in der Nothilfe und der Entwicklungszusammenarbeit engagiert – hat ihr Büro am Olgaeck und wurde kurzerhand von den Schülerinnen besucht. Nach einem sehr netten Gespräch mit den Mitarbeiter:innen der Organisation hatten einige Schülerinnen großes Interesse an den Tätigkeitsfeldern und sprachen auch noch über alles, als der eigentliche zweite Programmpunkt dieses Social Days anstand.
Um 13:20 Uhr ging es nämlich anschließend mit Herrn Braun und Herrn Schnell in zwei Gruppen durch Stuttgart. Das Ziel? Möglichst viele Stolpersteine (Messingplatten, die als dezentrales Mahnmal an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern) in Stuttgart zu putzen. Fleißig machten sich die zwei Gruppen in Stuttgart an die Arbeit. Ausgerüstet mit Reinigungstüchern, Schwämmen, Zahnbürsten, Wasser und Reinigungsmittel begannen sie, die Steine zu putzen. Die Schülerinnen verliehen den Stolpersteinen neuen Glanz zu Ehren der verstorbenen Opfer des Nationalsozialismus, damit ihre Namen nicht in Vergessenheit geraten. Am Ende des Nachmittags hatte die AG es geschafft, ganze 83 Stolpersteine zu putzen.
So ging der Social Day 2026 der Heine Hilft AG zu Ende, und die Vorfreude auf das nächste große Projekt ist bereits riesig.

Von Sophie Schneiderhan, 10a