Am 5. Februar 2026 besuchte der israelische Schriftsteller Ron Segal erneut das Heinrich-Heine-Gymnasium in Nellingen, um den Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse aus seinem Buch „Jeder Tag wie heute“ vorzulesen. Nach einem kurzen technischen Problem mit dem Mikrofon konnte die Veranstaltung beginnen. Zu Beginn stellte sich der Autor vor und berichtete von der Geschichte seiner Familie, insbesondere von ihren Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus. Anschließend erzählte er von seinem Umzug von Israel nach Deutschland, den er im Rahmen eines Projekts unternahm, das sich mit Interviews von Holocaust-Überlebenden beschäftigt. Dieses Projekt bildete zugleich eine wichtige Grundlage für die Recherchen zu seinem Buch „Jeder Tag wie heute“. Der Roman „Jeder Tag wie heute“ erzählt die Geschichte von Adam, der an Demenz leidet. Er berichtet von seinem Leben zur Zeit des Nationalsozialismus und von seiner großen Liebe Bella. Durch seine Krankheit fällt es Adam jedoch schwer, sich richtig zu erinnern. Oft vermischt er eigene Erlebnisse mit Geschichten von anderen Menschen, mit Fantasie und mit Dingen, die vielleicht nie passiert sind. Obwohl das Buch vom Holocaust handelt, würde der Autor das Buch nicht als Holocaust-Literatur beschreiben, da es nicht nur auf Fakten beruht. Das Buch ist eine gute Mischung aus emotionalen und geschichtlichen Teilen. Um uns einen Eindruck seines Buches zu geben, las uns Ron Segal zunächst Teile auf Hebräisch vor, damit wir den Klang der Sprache hörten, und anschließend ausgewählte Textpassagen auf Deutsch. Danach gab es eine offene Fragerunde, in der Fragen über eigene Erfahrungen mit Antisemitismus, Gründe für das Schreiben des Buches, Haltung zu politischen Lagen in Israel und Deutschland sowie Fragen zum Inhalt des Buches gestellt wurden. Lustige, verrückte und spannende Geschichten aus seiner Vergangenheit beantworteten die Fragen oftmals sehr unterhaltsam. Zum Abschluss erzählte Ron Segal von der Verfilmung seines Buches, u.a. von Ideenfindungen, Problemen, Gedanken und Interpretationen zu einzelnen Filmszenen. Mit einem kurzem Film-Teaser und einer Fragerunde zum Titel, Erscheinungsjahr und Lieblingspersonen des Films, wurde die Lesung mit einem netten Schlusswort der Schulleiterin, Frau Vamosi, beendet.
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