Im Januar haben wir Achtklässler an einem Projekttag zum Thema „Rechtsstaat macht Schule“ teilgenommen. Der Projekttag ging von der ersten bis zur sechsten Stunde und wir konnten viele neue Dinge lernen.
Als wir ankamen, wurden wir freundlich von den drei Polizistinnen und den zwei Richterinnen begrüßt und sie haben sich, ihren Arbeitsalltag und ihren Weg zu ihrem Beruf vorgestellt. Wir waren alle beeindruckt und hatten viele Fragen, die freundlich beantwortet wurden. Im ersten Teil durften wir viel ausprobieren, zum Beispiel die Schutzwesten der Polizistinnen. Wir haben außerdem drei verschiedene Fälle in kleineren Gruppen besprochen und anschließend gemeinsam Fragen zu den Fällen beantwortet.
Nach einer kurzen Pause ging es mit den Richterinnen weiter. Sie haben uns ebenfalls viele interessante Dinge berichtet, wie beispielsweise über eigene Fälle, das Jugendstrafrecht im Allgemeinen oder darüber, was der Rechtsstaat überhaupt bedeutet.
Anschließend haben wir in einem Rollenspiel die Gerichtsverhandlung eines Falles simuliert, bei der es viele Beteiligte gab: zwei angeklagte Jugendliche, einen Jungen, der das Opfer der Straftat war, einen Staatsanwalt, zwei Strafverteidiger, viele Zeugen, zwei Schöffen, eine Sozialarbeiterin der Jugendgerichtshilfe und natürlich eine richtige Richterin: Frau Bartels.
Dabei war nur die Straftat vorgegeben, alles andere haben wir selbst gestaltet. So konnten wir an unserem Beispiel sehen, dass das Recht zwar für alle gleich gilt, aber nicht jede Straftat ein festgesetztes Strafmaß hat, sondern, dass das Urteil von vielen anderen Dingen abhängig ist, wie z.B. vom Alter und den Vorstrafen der Angeklagten.
Es war ein sehr spannender Vormittag, an dem wir viel gelernt haben und viel Spaß hatten!

Von Maleen und Hannah (8c)