Wer Fragen hat, geht ins Sekretariat – und kommt mit Antworten und einem Lächeln wieder raus. So kennen wir alle das – Lehrer, Schülerinnen oder Eltern – dank Frau Menyhert und Frau Veit. Von Frau Menyhert gilt es nun, Abschied zu nehmen.
Bereits seit 2005 arbeitet Doro Menyhert bei der Stadt, seit 2017 bei uns am HHG. Ursprünglich kommt sie aus der Wirtschaft. Warum sie sich für den Beruf Schulsekretärin entschieden hat? „Es ist einfach vielseitig. Man hat Kontakt mit allen – mit den Eltern, den Lehrern und natürlich den Schülern. Es sind so viele – und es ist spannend, wie jeder einzelne tickt.“
Wie Frau Menyhert ihre Tätigkeit beschreiben würde, wollten wir genauer wissen: „Wir sind Ansprechpartnerinnen für alle und müssen Auskunft geben über alles. Das ist das Wichtigste. Wir kümmern uns um Krankmeldungen, machen die technische Verwaltung wie die Sorge um die Kopierer, erledigen die Buchhaltung, also Rechnungen oder zum Beispiel die Lektürenbestellung für Klassen. Wir führen den Terminkalender und letztendlich sind wir auch zuständig für die Außenwirkung der Schule. Wir sind die Schaltstelle für Auskünfte jeglicher Art.“
Dass dies vor allem zu Beginn nicht ganz einfach ist, muss auch Frau Menyhert zugeben: „Als ich hier ankam, kam ich mir vor wie ein Berufsanfänger“, sagt sie und lacht dabei. „Und dabei hatte ich 11 Jahre vorher in einer anderen Schule gearbeitet. Aber hier musste ich mich komplett neu umorientieren – Arbeitsabläufe, Organisation. Mir wurde geraten: „Wirf alles über Bord!“ Die Interna sind anders, es ist nicht jeder Arbeitsplatz gleich. Ich dachte, Schule sei Schule, aber das stimmt nicht.“
Dennoch hat sie sich mit Freude eingearbeitet. Vor allem, weil sie ein kontaktfreudiger Mensch ist. „Ich freu mich, wenn ich die Antworten weiß und die Fragen beantworten kann und helfe gerne weiter.“ (Zu unser aller Glück, möchten wir anmerken!)
Ein wenig haben wir noch weiter gefragt – wie das ist, wenn sie Fragen nicht gleich beantworten kann oder ob man ihr mit Fragen auch mal auf die Nerven fällt. Aber da winkt sie ab: „Es interessiert mich einfach. Und ich weiß dann auch, wer wo ein wenig mehr Rat braucht. Da sehe ich von weitem, was fehlt. Und kann fragen: „Brauchst du Hilfe?“
Und worin ist sie ihrer eigenen Meinung nach besonders gut? „Die unwichtigen Sachen kann ich mir merken. Zeiten der Grundschule zum Beispiel“, meint sie mit einem Zwinkern.
Ob es bei all dem Positiven auch Negatives gibt, ob ein vollgepackter Schulalltag nicht auch die kontaktfreudigste Person ein wenig gängelt, hat uns interessiert. „Wenn die Eltern die Wege nicht einhalten oder nicht darüber nachdenken. Hinterhertelefonieren. Oder wenn man ständig gestört wird und man den Gedanken nicht zu Ende bringen kann. Immer präsent, keine Möglichkeit, etwas in Ruhe fertig zu machen. Das ist es, was mich nervt.“ Und als sollte es so sein, klingelt in diesem Moment das Telefon.
Eine Frage schieben wir zum Schluss noch nach: Was tut denn besonders gut im Alltag? Da muss Frau Menyhert nicht lange überlegen: „Wenn auch mal Danke gesagt wird, auch kurz aufm Gang. Oder auch ein Schüler, der kurz reinkommt zum Dankesagen. Und wir haben hier ja auch ein Kollegium, das wertschätzt.“
Danke sagen ist auch das, was uns jetzt noch bleibt. Vielen Dank, Frau Menyhert für Ihr immer offenes Ohr, Ihre Kompetenz und Ihre Freundlichkeit!
Von Julia Schönthaler und Nadja Schmidt
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